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Berlin, Treptow-Köpenick, 18.09.2026, 09:46 Uhr | Newsletter Aus dem Kiez - Für den Kiez | Ausgabe September 2026

FEZ Wuhlheide: Sanierungsbedarf ja, Schließung nein  

Das FEZ-Berlin in der Wuhlheide steht derzeit in der Diskussion. Anlass sind Berichte über einen Sanierungsstau im ehemaligen Pionierpalast. Ein Blick auf die belegbare Faktenlage lohnt sich, weil einiges präziser ist, als es in der Debatte klingt.

Unstrittig ist: Das 1979 eröffnete Gebäude ist rund 47 Jahre alt und Teile der Technik stammen aus dieser Zeit. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, welcher die Gebäude unterstehen, benennt auf Nachfrage konkreten Handlungsbedarf in der Schwimmhalle: Reparaturen am Becken und an der Decke sowie eine Modernisierung der Sanitärbereiche. Die Planung läuft, ein Zeitplan steht jedoch noch aus, weil dafür zusätzliche Haushaltsmittel nötig sind. Ebenfalls vorgesehen sind eine neue Terrasse am Café und eine längere Rampe im Foyer. Die bauliche und technische Unterhaltung erfolge kontinuierlich, so die Verwaltung.

Mehr Sachlichkeit in der Debatte notwendig

Weitergehende Aussagen zum Zustand, etwa zur analog gesteuerten Haustechnik, stammen bislang aus der politischen Debatte, nicht aus einem Fachgutachten. Ein öffentlich zugängliches Gesamtgutachten mit Kostenschätzung und Zeitplan existiert nicht. Konkrete Millionenbeträge, die derzeit im Umlauf sind, sind daher nicht belastbar.

Zwei Punkte werden häufig verkürzt dargestellt.

Erstens:
Die Schwimmhalle war bis zum 31. August geschlossen, weil während der Badesee-Saison der Außenbetrieb läuft. Seit dem 1. September ist sie wieder geöffnet, die temporäre Schließung hatte keinen baulichen Grund.

Zweitens:
Eine Schließung des Hauses droht nach derzeitigem Stand nicht. Selbst die Kritiker aus der Bezirkspolitik stellen dies ausdrücklich klar.

Planungserschwerung und Denkmalschutz

Erschwerend wirkt wie so oft der Denkmalschutz. Das Landesdenkmalamt hat den Komplex im Mai 2025 in die Denkmalliste aufgenommen, einschließlich Foyer, Sportbereich, Lärchenholzfassade und Kunstwerken. Modernisierungen müssen sich daran orientieren. Zuständig ist das Land Berlin. Das FEZ gehört ihm seit 1995 gemeinsam mit der Landesmusikakademie vollständig. Gefordert wird derzeit vor allem eine fachliche Bestandsaufnahme, folgend wird ein mehrjähriger Sanierungsfahrplan mit gesicherter Finanzierung erarbeitet.


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