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Berlin, Treptow-Köpenick, 19.08.2026, 11:02 Uhr | Newsletter Aus dem Kiez - Für den Kiez | Ausgabe August 2026

Radverkehr am Adlergestell: Warum die Führung stadtauswärts für Verwirrung sorgt

Am Adlergestell häufen sich Nachfragen von Radfahrenden, die stadtauswärts unterwegs sind. Viele nutzen den Weg entlang der Bahngleise auf der Johannisthaler Seite, queren an der Hilde-Archenhold-Brücke und wollen anschließend die stadtauswärtige Radverkehrsanlage auf der Fahrbahn erreichen. Weil ein direkter Anschluss fehlt, weichen viele auf den stadteinwärtigen Radstreifen aus, entgegen der Fahrtrichtung und damit verkehrswidrig.

Grünanlagengesetz - Radfahren nicht vorgesehen

Die zuständige Stelle stellt klar: Der beliebte Weg entlang der Gleise ist keine Radverkehrsanlage, sondern Teil der Grünanlage „Gleislinse". Das Radfahren ist dort nach dem Grünanlagengesetz grundsätzlich nicht erlaubt. Zur Brücke führt an dieser Stelle daher nur eine Treppe.

Die regelkonforme und sicherste Verbindung von Johannisthal nach Adlershof verläuft stattdessen über die Wagner-Regeny-Allee bis zur Rudower Chaussee zum S-Bahnhof Adlershof.

Stadtauswärts führt ab der Brückenrampe ein separater Hochbordradweg parallel zum Gehweg bis zur Neltestraße. Dort können Radfahrende über eine Lücke im Mittelstreifen auf die geschützte Radverkehrsanlage wechseln oder das Nebenstraßennetz Richtung Adlershof nutzen.

Prio Radvorrangnetz und Schutz der Forsten

Eine Verlängerung des Gleis-Weges Richtung S-Bahnhof Adlershof ist nicht vorgesehen. Auch die anschließenden Wege durch die Köllnische Heide werden nicht asphaltiert: Der Senat priorisiert das Radvorrangnetz und der Naturschutzbeirat des Bezirks lehnt neue oder befestigte Radwege durch Berliner Forsten ab, um Wald und Artenvielfalt zu schützen.


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