Resilienz im Katastrophenfall – Rückblick auf zwei Informationsveranstaltungen 

Lisa Knack hat gemeinsam mit Thomas Falk, dem Beauftragten für Bevölkerungsschutz des Bezirks Treptow-Köpenick, zwei Informationsveranstaltungen in Bohnsdorf und Grünau organisiert. Im Mittelpunkt stand die Aufarbeitung zurückliegender Stromausfälle, aktuelle gesetzliche Entwicklungen sowie die persönliche Vorbereitung auf Krisensituationen. 

Zuständigkeiten & Struktur  

Der Bevölkerungsschutz gliedert sich in Zivilschutz (Bundesebene) und Katastrophenschutz (Landesebene). Im Land Berlin regelt das Katastrophenschutzgesetz die Zuständigkeiten von insgesamt 37 Behörden, wobei die Bezirksämter stets territorial verantwortlich sind. Treptow-Köpenick hat seit Ende 2023 eine eigene Vollzeitstelle für den Bevölkerungsschutz und verfügt im Berliner Vergleich über einen der höchsten Budgets in diesem Bereich. 

Stromausfälle: Richtigstellung  

Herr Falk stellte klar, dass die Zusammenarbeit aller politischen und behördlichen Ebenen (von der Senatsverwaltung bis zu Polizei und Feuerwehr) während der Stromausfälle gut funktioniert hat. Auch die medial verbreiteten Berichte über eine Häufung von Einbrüchen und Diebstählen konnten korrigiert werden: Polizeiliche Auswertungen ergaben keinen Anstieg. 

Gesetzliche Neuerungen: KRITIS-Dachgesetz  

Das neue Bundesgesetz verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen (Stromnetz GmbH) zur Erstellung von Risikomanagementplänen, Notfallkonzepten und Redundanzen. 99 % der Berliner Stromleitungen verlaufen bereits unterirdisch. Künftig sollen Funkmasten bei Stromausfällen länger durch Notstrom betrieben werden. 

Was kann jede und jeder tun?  

Ein vollständiger Schutz ist nicht möglich. Umso wichtiger ist die individuelle Vorsorge. Informationen zu Katastrophenschutz-Leuchttürmen (derzeit 7 Standorte im Bezirk), Krisenvorsorge und Verhaltensempfehlungen finden Sie auf der Bezirksseite