Nachgefragt: Was ist geplant an der Seddinpromenade Schmöckwitz?

Um endlich Klarheit in die Sachlage zu bringen, wurde auf schriftliche Anfrage (Drucksache 19/25891) zum Vorgehen an der Seddinpromenade folgendes mitgeteilt: Die Berliner Forsten beenden schrittweise die private Nutzung von Erholungsgrundstücken entlang der Seddinpromenade in Schmöckwitz. Ziel ist die Wiederbewaldung der Flächen und ihre Rückgabe an die Allgemeinheit. 

Insgesamt sind 23 Mietverträge betroffen. Bislang wurden keine Kündigungen ausgesprochen: Drei Mietparteien geben ihre Grundstücke noch in diesem Jahr freiwillig auf, 13 Verträge laufen regulär aus, sieben sind unbefristet und laufen vorerst weiter. Auf den freigewordenen Flächen sind keinerlei Baumaßnahmen vorgesehen – die Natur soll sich erholen. 

Was bedeutet das konkret?  

Die Mieter sind vertraglich verpflichtet, ihre Grundstücke beräumt und ohne Baulichkeiten zurückzugeben. Die anschließende Waldentwicklung erfolgt entweder durch natürliche Verjüngung aus angrenzenden Waldflächen oder durch gezielte Laubbauminitialpflanzungen der Berliner Forsten – mit geringem finanziellem Aufwand für die öffentliche Hand. 

Für Anwohner mit Privatgrundstücken in der Nachbarschaft ist laut Senat mit einer Verringerung des Anliegerverkehrs und damit einhergehend weniger Flächenbelastung zu rechnen. Der benachbarte Dahme Jacht Club e.V. ist von den Maßnahmen ausdrücklich nicht betroffen. 

Eine besondere Härte oder gar Obdachlosigkeit für betroffene Mieter schließt der Senat ausdrücklich aus, da es sich ausnahmslos um Erholungs-, nicht um Wohngrundstücke handelt.