Informationen zum Umbau der Taut Passage in Berlin Bohnsdorf
Frau Lisa Knack, MdA, und Herr Christian Rücker, Führungspersönlichkeit innerhalb der BERBUS ALLIANCE Unternehmensgruppe und bestens vertraut mit dem Umbau der Taut Passagen, hatten für den Abend des 27.02.2026 zu einer Informationsveranstaltung rund um den Umbau der Taut Passagen geladen. Mehr als 60 Bürger sind dieser Einladung gefolgt und erlebten eine sehr informative, kurzweilige Veranstaltung. Besonderer Dank gilt dafür Herrn Rücker, der auch für das leibliche Wohl der Gäste sorgte. Zeit genommen hatte sich erfreulicherweise auch Herr Evers, Finanzsenator von Berlin.
Herr Rücker skizzierte zunächst den vergangenen Zeitablauf.
2020 – Interesse an den damaligen Eigentümer bekundet
2023 – Kauf des Grundstücks
2024 – Lasten-/Nutzenwechsel
Das vor über 25 Jahren eröffnete Center wird den aktuell bestehenden Problemen der Unterversor-gung der Nahversorgung nicht mehr gerecht. Bestehende Mieter wie Rossmann oder Rewe würde nur am Standort bleiben, wenn ihre Flächen vergrößert würden. Weitere Mieter waren zwingend notwendig. Alle Beteiligten, inklusive jene der öffentlichen Hand, kannten die Ausgangslage und wussten, dass nur der bisherige Standort der Taut Passage die Schwierigkeiten lösen können. Insofern fehlte keinem der Beteiligten der Wille an der Umsetzung des Umbaus.
Gleichwohl war dieser nicht frei von Schwierigkeiten. Zuletzt galt es Bedenken hinsichtlich des Denkmalschutzes, der Tuschkastensiedlung als UNESCO-Weltkulturerbe und der Baukommission in Bezug auf Ästhetik und Design. Aktueller Verzug im Bauprojekt sind daher etwa drei Monate. Allerdings wird die Baugenehmigung Ende März 2026, spätestens im April 2026 erwartet.
Der Start der Baumaßnahmen ist für September 2026 geplant. Herr Rücker machte deutlich, dass die Architekten dies für ambitioniert halten, war aber trotzdem optimistisch. Der Umbau erfolgt in Fertigbauweise. Vorteil dieser Bauweise ist die Schnelligkeit, so dass sich der Innenausbau zügig anschließen kann.
Anfang 2028 soll der Regelbetrieb aufgenommen werden. Mitte bis Ende 2028 sollen alle neuen Mieter eingezogen sein. Es wird in den 1,5 Jahren Bauzeit Einschränkungen für die Mieter und Besucher geben. Es gibt dazu bereits Vorstellungen und Verhandlungen seitens des Bauherren und der Mieter. Aber erst im Anschluss an die Erteilung der Baugenehmigung kann der endgültige Bauablaufplan erstellt und dann die Gespräche mit den Bestandsmietern geführt werden, wie die Nutzung während der Bauphase ausgestaltet wird. Erst danach wird klar sein, welche Läden in der Bauphase erhalten bleiben bzw. geöffnet haben.
Die Mietfläche der Taut Passagen erweitert sich von 5.000 qm auf 17.500 qm. Für Rewe bedeutet dies eine Vergrößerung der Fläche von 1.800 qm auf 3.000 qm, die Fläche von Rossmann wird etwa verdreifacht. So konnten diese Mieter auch für die Zeit nach dem Umbau gehalten werden. Herr Rücker machte deutlich, dass auch die neuen Taut Passagen kein Shopping-Center, sondern ein Nahversorgungszentrum sind. Dementsprechend wird sich die Mieterstruktur gestalten. Neben den bereits genannten Mietern Rewe und Rossmann sind neue Ankermieter gewonnen worden. Dazu gehören die Sparkasse, Woolworth, ein Fitness-Center, ein Bio-Laden. Es wird daneben kleinere Mieter geben. Klassische Shopping-Center-Läden, wie Buchhandlungen oder Bekleidungsgeschäfte, sind nicht Teil der Planungen.
Die Taut Passagen werden sich nach dem Umbau über 5 Ebenen erstrecken.
· Die beiden untere Ebenen sind für Handel vorgesehen. Die Mehrzahl dieser Ladenflächen ist bereits vergeben.
· Die dritte Ebene soll für Gesundheit/MVZ dienen. Die Einheiten sind bislang zu einem Drittel vorgemerkt. Es wurden zwar viele Gespräche geführt, doch Gesundheitsanbieter planen in der Regel nicht mit mehr als einem Jahr Vorlauf. Wegen der geführten Gespräche war Herr Rücker aber überzeugt, dass sowohl Qualität und Quantität von Mietern in diesem Bereich bei Eröffnung gegeben sein werden.
· Auf der vierten Ebene wird sich ein Fitness Center, mit Saunabereich befinden. Es gibt einen unterschriebenen Vertrag. Der Mieter hat noch um Geheimhaltung gebeten. Es handelt sich um eine große Kette mit mehreren Standorten in Berlin.
· Auf der fünften und damit oberen Ebene sollen die Bereiche Office, Büro, Bildung angesiedelt werden.
Um die Baukosten gering zu halten, gibt es keine vollständige Überdachung der Passagen, sondern einen offenen Innenraum. Der Eingangsbereich der Passagen ist 18 Meter breit und 10 Meter hoch. Bereits von dort soll man einfach und schnell alle Ebenen des Centers erreichen können.
Es sind 270 Parkplätze auf 4 Ebenen geplant, so dass jeweils von dort direkt die Ebenen mit den Verkaufsflächen erreicht werden können. 100 der 270 Parkplätze sind so konzipiert, dass diese mit Ladesäulen ausgerüstet werden können, was nach und nach geschehen umgesetzt werden soll. Daneben sind 200 Fahrradstellplätze auf dem Grundstück geplant. Diese sind über das Gelände verteilt.
Ein Indoor-Kinderspielplatz war vorgesehen. Es gab hierzu bereits Vereinbarungen, die aber von der anderen Seite aufgekündigt wurden. Damit ist das Thema aber erledigt, weil nach der Kündigung die Bauplanung entsprechend angepasst wurde.
Die Energieversorgung des Gebäudes läuft ausschließlich über Strom, eine Gasversorgung ist nicht vorgesehen. Es wird eine PV-Anlage auf dem Dach geben. Geplant ist eine Ausstattung mit Stromspeichern, damit günstige Energie zur Verfügung gestellt werden kann.
Das Thema Sicherheit wird von der Berbus Unternehmensgruppe selbst übernommen. Herr Rücker verwies darauf, dass die zum Unternehmensverbund gehörende Sparte in Berlin zweitgrößter Anbieter ist.
Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich um eine Zusammenfassung der Abgeordneten Lisa Knack handelt. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben, zumal es sich bei diesen Informationen um solche handelt, die zum Zeitpunkt der Informationsveranstaltung aktuell waren. Änderungen kann es immer geben.